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„Das war ein dickes Brett, das wir da bohren mussten“, findet der SPD-Bezirkspolitiker Holger Böhm, der den ersten Antrag zu diesem Thema schon im Frühjahr 2015 auf den Weg gebracht hatte, „doch jetzt sind wir endlich am Ziel.“

Und das Ziel ist mehr Sicherheit vor der Kita Wunderland in der Francoper Straße. Eng an der Straße stehen hier die Häuser, die Gehwege sind extrem schmal und die Straße verläuft kurvenreich. Trotz allem durften hier Fahrzeuge bisher mit Tempo 50 fahren. Schon lange forderten Anwohner und Bezirkspolitik hier eine Begrenzung auf Tempo 30, scheiterten jedoch immer wieder an den engen Vorgaben, die an so ein Limit gestellt werden. Zuletzt stellte er gemeinsam mit Beate Pohlmann und Natalia Sahling einen entsprechenden Antrag im Februar 2019.

Dass es zu einem erneuten Antrag kam, erläutert Holger Böhm: „Nachdem in Hamburg die Richtlinien zur Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen im vergangenen Jahr aktualisiert wurden, gab es wieder Hoffnung, das Ziel zu erreichen. Die Richtlinie regelt nämlich auch die Einführung von Tempo-30-Strecken vor sozialen Einrichtungen. Das Einzige, was dem noch entgegenstand wäre eine zu hohe Bustaktung gewesen.“
Bei der Umsetzung von Tempo-30 müssen nämlich auch die Belange des ÖPNV berücksichtigt werden. Zu viele und zu lange Strecken mit Tempo-30 verlängern die Fahrzeiten und werfen unter Umständen die Linienplanungen über den Haufen. Hier geht es nicht nur um ein oder zwei Minuten mehr Fahrtzeit, oftmals sind wegen der Verlängerung dann auch die Anschlussfahrpläne der S-Bahn und mehr betroffen. Dazu meinen die drei SPD-Politiker: „Hier hat die Verkehrsbehörde auf unseren Antrag hin mit dem örtlichen Anbieter des ÖPNV gesprochen und angefragt, ob im Bereich der Kita auf 300m in der Zeit von 6.00 bis 19.00 Uhr eine Begrenzung planbar wäre. Das positive Ergebnis liegt jetzt vor und der Umsetzung steht nichts mehr im Wege. Wir freuen uns sehr, dass das endlich gelungen ist. Auch wenn hier noch keine größeren Unfälle geschehen sind, so können doch jetzt endlich die Kita- und Schulkinder, die auf diesen Weg angewiesen sind mit mehr Sicherheit in den Tag starten.“

Jürgen Heimath
Fraktionsvorsitzender
14.04.2019

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